Aktuelles vom Schloss und seiner Renovierung

13.03.2019 - Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sagte Unterstützung zu!

Schulergänzungsbau der EOS Gadebusch (Aula), Baujahr 1964
Schulergänzungsbau der EOS Gadebusch (Aula), Baujahr 1964

Im August 2018 hat die Stadt Gadebusch einen Förderantrag bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) für den Schulergänzungsbau (Aula) gestellt. Und diese Woche nun kam eine Zusage. Ja, die Summe ist nicht so hoch, da die DSD auch nicht über so viele MIttel verfügt. Aber die Bedeutung dieser Zusage betrachte ich als sehr bedeutsam, praktisch steht unsere Aula damit in einer Reihe mit vielen großartigen Gebäuden, das ganze Schlossareal hat damit eine deutschlandweite Anerkennung erfahren. Vielleicht hat dies Auswirkungen ja auf andere potentielle Geldgeber!

Hier ein Auszug einer Pressemitteilung (DPA):

"Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert in ganz Deutschland Denkmale aller Gattungen, angefangen von der archäologischen Grabung bis hin zur denkmalgeschützten Maschinenhalle. Unter den geförderten Denkmalen im Bauhausjahr sind etwa der ehemalige Schulergänzungsbau der EOS in Gadebusch (MV), der Kulturpalast in Unterwellenborn (TH), die Magdalenenkapelle in Mannheim (BW), die Benediktinerabtei St. Bonifaz in der Maxvorstadt in München (BY), die Segenskirche in Berlin-Prenzlauer Berg (BE), die St. Pauli-Kirche in Hamburg (HH), die katholische Frauenfriedenskirche in Frankfurt-Bockenheim (HE), das Vorlaubenhaus „Aue Hof“ in der Dorfstraße 44 in Parsteinsee (BB), das Landgut Hasse im ländlich geprägten Stadtteil Oberneuland von Bremen (HB), das Umgebindehaus am Berghangweg 17 in Bad Schandau Krippen (SN), die Sägemühle in Andervenne im Emsland (NI), Gutsanlage Altfresenburg unweit der Kreisstadt Bad Oldesloe (SH), die Grube Göttelborn in Quierschied im Regionalverband Saarbrücken (SL), Burg Namedy in der Rheinsenke zwischen Andernach und Brohl (RP), die Alte Post in Thale Neinstedt im Harz (ST) und das historische Ratsschiff „MS Stadt Köln“ (NW)"

H.Meyer

 

21.01.2019 - Wie sieht es aus mit der Unterstützung von unserem Bundesland Meck-Pomm?

Was wurde bisher erreicht:

Es gab für das Jahr 2019 lediglich die Möglichkeit der Beantragung von Fördermitteln beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, das uns eine Förderung in der Größenordnung von 200.000,00 Euro in Aussicht gestellt hat.
Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt konnte uns darüber hinaus nur LEADER-Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes in Höhe von maximal 400.000,00 Euro (Höchstfördersumme) in Aussicht stellen, allerdings erst für das Jahr 2020, denn die Anträge sind spätestens im Januar des Vorjahres einzureichen.

Das Wirtschaftsministerium und das für die Stadtentwicklung ressortmäßig zuständige Infrastrukturministerium konnte uns keine Landesmittel in Aussicht stellen. Und vom Bund kommen nur Fördermittel, wenn das Land Mittel in angemessener Höhe bereitstellt und dass ist bisher nicht passiert.

Wegen des aus unserer Sicht unzureichenden Engagements des Landes hat die Stadtvertretung am 11.12.2018 einen Brief über die
Landrätin an die Ministerpräsidentin gerichtet.
Dieses Schreiben haben auch die Fraktionsvorsitzenden der im Landtag vertretenen
Parteien erhalten.
Darauf haben wir noch keine Antwort erhalten.

ABER: V
om Finanzministerium und vom Kultusministerium kamen jetzt Nachfragen. Wir wissen, dass dort der Brief angekommen ist. Jetzt sind wir gespannt, ob sich etwas tut und was sich tut... Die Bauanträge für das Kutscherhaus (Hostel) und die Aula sind weitestgehend fertiggestellt und werden noch in diesem Monat ein-
gereicht.
Auch die Planungen für die Remise (Veranstaltungsraum mit gastronomischer Infrastruktur) sind weiter fortgeschritten. Der
Bauantrag soll Anfang April eingereicht werden.
Für die Sanierung der Terrakotten müssen noch einige Untersuchungen und
Abstimmungen mit den Denkmalbehörden vorgenommen werden.
Die Bauforscher wollen die Planer bis Ende Januar mit einsprechenden Zuarbeiten bezüglich der Terrakotten versorgen. Dann wird der entsprechende Antrag an die Denkmalbehörde erarbeitet.

27.11.2018 - Aktueller Status bzgl. Fördermittel

potentieller Fördertopf 1 für unser Schloss: BKM

 Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM)

 

Wofür gedacht:

 

u.a. Baudenkmäler, in denen sich beispielhaft architektonische, städtebauliche, wissenschaftliche, geschichtliche oder politische Leistungen abbilden. Gefördert wird nur Substanzerhaltung und Restaurierung, nicht jedoch:

  • Renovierungsarbeiten,

  • Umbau- und nutzungsbezogene Modernisierungsmaßnahmen,

  • Maßnahmen zur Barrierefreiheit.

Einige Rahmenbedingungen

  • Laufzeit: längstens 7 Jahre,

  • Land beteiligt sich an den aus Bundesmitteln zu fördernden Maßnahmen mit gleichhohen, mindestens aber angemessenen Haushaltsmitteln,

  • Der Landeskonservator nimmt zur nationalen Bedeutung positiv Stellung und befürwortet die geplanten denkmalpflegerischen Maßnahmen aus seiner fachlichen Sicht.

angedachte Summe:

 

10 Mill. €

 

potentieller Fördertopf 2 für unser Schloss: NPS

Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in „Nationale Projekte des Städtebaus“ des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI); Umsetzung und Begleitung durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

 

Wofür gedacht:

 

Investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial

 

Einige Rahmenbedingungen:

  •  Laufzeit: 2019 – 2023
  • Grundsatz: 2/3 Bund 1/3 Kommune
  • bei Haushaltsnotlage: 90% Bund 10% Kommune
  • Die finanzielle Beteiligung unbeteiligter Dritter (Spenden, Stiftungen, Kreismittel) ist ausdrücklich erwünscht. Sie kann als kommunaler Eigenanteil gewertet werden – bis zu einem in jedem Fall von der Kommune aufzubringenden Eigenanteil von 10% der förderfähigen Kosten. Eine weitere freiwillige finanzielle Beteiligung des Landes ist ausdrücklich erwünscht; sie kann jedoch nicht den Eigenanteil der Kommune ersetzen.
  • Beschluss der Stadtvertretung (bzw. Eilentscheidung des Hauptausschusses) bei Antragstellung ist notwendig (und am 26.11.2018 erfolgt)
  • Für die baufachliche Beratung und Prüfung bedient sich der Zuwendungsgeber in den Ländern (z.B. in MV das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung)

Angedachte Summe:

 

ca. 12 Mill. €

 

Status / bekannte Probleme

  • Der Antrag für BKM-Mittel wurde fristgemäß gestellt, der Antrag auf NPS-Mittel wird fristgemäß zum 30.11.2018 gestellt.
  • Die Mittel sind nicht kombinierbar! Daher müssen die einzelnen Maßnahmen bereits bei Antragstellung scharf voneinander abgegrenzt werden.
  • Für die zur BKM-Kofinanzierung nötigen Landesmittel konnten trotz intensivster Nachfrage und Recherchen bei den Landesministerien leider keine weiteren Anträge entgegengenommen werden. Insofern ist das Engagement des Landes als äußerst unzureichend anzusehen, zumal es für uns dort offenbar keinen echten Ansprechpartner gibt.
  • Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege hat uns 200.000 Euro in Aussicht gestellt, was angesichts des dort zur Verfügung stehenden Etats bereits eine verhältnismäßig hohe Summe ist und die größere Bedeutung unseres Vorhabens in der Einschätzung der Denkmalpfleger zum Ausdruck bringt.

28.07.2018 - Aktueller Status

Die Planer sind fast täglich im Schloss und schauen sich alles ganz gründlich an. Unser Projektkoordinator Christoph Struck diskutiert mehrmals die Woche mit den Leuten. Derzeit gibt es zwei wichtige Ergebnisse:

  1. Die Leute sind im Plan, d.h. der Fördermittelantrag kann aus heutiger Sicht termingemäß Ende Oktober gestellt werden.
  2. Ein Saal in der ersten Etage wie angedacht wird nicht funktionieren, da zum einen die die vorhandenen Zwischenwände nicht wie vermutet im 19. oder 20. Jahrhundert gebaut wurden sondern im 17. Jahrhundert und damit denkmalgeschützt sind und weiterhin für die Statik gebraucht werden.

Weitere Erkenntnisse werden fast täglich gewonnen. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

H.Meyer

 

Mai 2018: Unser Weg zur Finanzierung

Wie ist das mit den Fördermitteln?

Kulturstaatsministerin Monika Grütters,  Foto: Bundesregierung/Kugler
Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Foto: Bundesregierung/Kugler

 Ständig werden vom Bund und vom Land Förderprogramme aufgelegt. Dies ist schon Jahrzehnte so. Nicht alle Programme kommen für die Förderung eines Schlosses wie in Gadebusch in Frage, aber es gibt immer wieder solche meist zeitlich beschränkten Programme.

 

Beim Bund trägt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) oder auch Kulturstaatsminister genannt die Verantwortung für die Kultur- und Medienpolitik. Aktuell (01.05.2018) ist dies Frau Monika Grütters von der CDU. (Einen Kulturminister beim Bund gibt es nicht, da die Kulturverantwortung bei den Ländern liegt.) Zu den Aufgaben des BKM gehören u.a. die Förderung von kulturellen Einrichtungen und Projekten von überregionaler, nationaler Bedeutung (wie unser Schloss) und dies seit ca. 50 Jahren. Es ist davon auszugehen, dass dies auch 2018/19 weiter passiert.

 

Neben einem umfangreichen Kriterienkatalog gibt es vor allem 2 Bedingungen, um zu einer Förderung zu gelangen:

  1. Das Objekt, also unser Schloss, muss von nationaler Bedeutung sein.

  2. Es gibt eine Kofinanzierung durch das Bundesland, d.h. durch die Landesregierung von MV.

 Die erste Bedingung ist meiner Ansicht nach erfüllt, wenn ich an die Rede von Prof. Dr. Frank Braun in der Feuerwehr im Herbst 2017 denke. Und ich gehe davon aus, dass das zuständige Landesamt für Kultur und Denkmalpflege M-V auch so denkt.

 

Das Problem ist die zweite Bedingung. Hier ist vor allem das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung zu nennen, dass hierfür verantwortlich ist. Aktueller Minister ist Herr Christian Pegel von der SPD. Aber auch andere Stellen wie das Kultusministerium müssen für die Renovierung des Schlosses stimmen.

 

Hier muss auf jeden Fall von uns ein schlüssiges Nutzungskonzept und eine damit korrespondierendes Planung entwickelt werden und es müssen die richtigen Fördertöpfe gefunden werden und die richtigen Leute sich das Schloss angesehen haben und von unseren Ideen überzeugt werden.

 

Aktueller Status (26.05.2018)

 

Das Schloss auf dem Weg zum Kultur- und Denkmalobjekt von nationaler Bedeutung - mit den entsprechenden Institutionen wurde gesprochen, es sieht gut aus.

Nutzungskonzept: Ein Konzept wurde entwickelt, aber muss noch verfeinert und mit weiteren Ideen angereichert werden.


Planung: Aufbauend auf diesem Konzept wurden die Planungsleistungen ausgeschrieben. Die Bietergespräche haben stattgefunden. Wichtig sind für uns bei den Anbietern nicht nur der Preis, sondern auch solche Eigenschaften wie Erfahrung mit Fördermittelanträgen, Erfahrung mit ähnlichen Objekten, regionale Nähe, Engagement usw. usf. Die Bieter wurden am 18.05.2018 über die beabsichtigte Zuschlagerteilung informiert. Die gesetzliche Widerspruchsfrist für die unterlegenen Bieter läuft noch bis Ende Mai. Bis dahin sollten auch die städtischen Gremien ihre Zustimmung zur Auftragsvergabe erteilen. Der Bauausschuss hat die bereits in der KW 20 getan. Der Hauptausschuss soll den Bürgermeister in einer Sondersitzung am 28.05.2018 zur entsprechenden Eilentscheidung bevollmächtigen. Sofern diese beiden Hürden genommen werden, soll am 12.06.2018 eine Plananlaufberatung stattfinden.

 

 

Mai 2018: Was macht(e) eigentlich der Bauhof auf dem Schlossberg?

Der Aktuelle Status (Ende Mai 2018)

Im Schloss sieht es nicht so gut aus. In vielen Zimmern liegt Müll herum.

 

Seit Mitte Mai sind die Bauforscher am Werke und müssen die Wände, Decken und Böden zur näheren Untersuchung zumindest stellenweise öffnen. Dabei entsteht natürlich unvermeidlich weiterer Schmutz.

 

Im Schloss sind keine sanitären Anlagen mehr vorhanden. Eine zeitnahe Neuinstallation eines Provisoriums ist wegen des fehlenden Wasser- und Abwasseranschlusses ziemlich kostenintensiv und z.Zt. nicht sinnvoll.

 

Im Schulergänzungsbau (Aula) sieht es mittlerweile schon besser aus. Die Toiletten sind nun seit kurzem wieder in Ordnung und können für Veranstaltungen und Besucher genutzt werden.

 

Was sollte warum geändert werden?

Die für das Schloss Verantwortlichen müssen jetzt oft Leute einladen, um ihnen das Schloss zu zeigen, um sie für unser Schloss zu begeistern. Das sind Politiker, Denkmalschützer, Kulturleute, Bauleute und viele andere. Eine Führung im Schloss ist immer sinnvoll. Dort kann das Potential unseres Schlosses begutachtet werden, aber auch der viele Müll (und Dreck). Deshalb sollte dass, was wir selber günstig machen können, auch getan werden.

 

Der Blick von der intakten Aula bietet sich da an, von dort ist der Blick sehr schön. Also, was ist wichtig zu tun (mit relativ wenig Aufwand):

 

  • Entrümpelung / Grobreinigung des Schlosses,

  • Entrümpelung und Säuberung des Schulnebengebäudes.

Was tut der Bauhof?

 Das Schloss und der Schulergänzungsbau (Aula) werden entrümpelt. Auch der Arbeitseinsatz am 21.04.2018 diente u.a. diesem Zweck. Die Wasserversorgung der Aula wurde instandgesetzt. Dazu wurde ein entsprechender Graben zwischen Schloss und Aula gegraben. Und um nicht zu viele Dinge doppelt zu machen, werden dort gleich die Kabel für Telekommunikation, Strom, Gas usw. gelegt. Dadurch wird es jetzt etwas teurer, aber später wird sich dies mit Sicherheit rechnen. Die wesentlichen Arbeiten werden im Mai / Juni 2018 abgeschlossen sein. Und unabhängig von der Höhe der Fördermittel, gehören diese Ausgaben zum unabdingbaren Eigenanteil, den die Stadt sowieso bezahlen muss.

 

31.03.2018 - 10 oder 20 Millionen? - Eine Erklärung

Am 26.03.2018 war in einem Artikel der SVZ die Rede von Sanierungskosten für das Schloss in Höhe von 15 bis 20 Mill. €. Bisher war von ca. 10 Mill. € die Rede. Hier nun eine Erklärung:

 

Grundsätzlich ist die Abschätzung von Baukosten ohne eine Planung immer mehr oder weniger ein Blick in die Glaskugel. Die Abschätzung von Sanierungskosten ist noch ungleich schwieriger, weil in der vorhandenen Bausubstanz immer unvorhergesehene Überraschungen lauern. 

Für Kostenschätzungen in frühen Planungsphasen (sog. Vorplanung) bedient man sich üblicherweise  der Vergleichswertmethode.  Dabei werden die Baukosten durch Vergleich mit bereits bekannten Baukosten entsprechender Bauvorhaben abgeschätzt, wobei man lediglich geometrische Größen (z.B. m² oder m³) der Bauvorhaben berücksichtigt. Diese Methode ist allerdings selbst bei Baumaßnahmen mit einer ausreichenden Anzahl von Vergleichsobjekten sehr ungenau, also z.B. für die Sanierung von Wohngebäuden gleichen Baualters. Für die Sanierung von Schlössern ist diese Methode leider noch deutlich ungenauer, weil es eben kaum bzw. gar keine Vergleichsobjekte gibt, deren vergleichbare Bauweisen sich in vergleichbaren Zuständen befanden und in jüngster Zeit mit vergleichbarem Ziel saniert wurden. Bekanntlich befinden wir uns gegenwärtig in der Phase der Ausschreibung der Planungsleistungen für das Schloss, bei der man den potentiellen Bietern die Größenordnung der Bauaufgabe irgendwie verdeutlichen muss. Und an dieser Stelle beißt sich die Katze in den sprichwörtlichen Schwanz! 

Man muss geeignete Planer finden, die mit der vorhandenen historischen Bausubstanz adäquat umgehen können, und auch über die für die Größenordnung erforderlichen Kapazitäten verfügen. Andererseits werden erst durch die Planer selbst die Voraussetzungen für etwas genauere Kostenschätzungen geschaffen. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, haben wir uns bei der Abschätzung an den Vergleichswerten des kürzlich sanierten Schlosses Bothmer orientiert. So sind wir vorerst auf eine Größenordnung von etwa 15 – 20 Millionen Euro gekommen, einschließlich der Sanierung der Aula und der Herrichtung aller Außenanlagen. Diese Zahlen sind mit größter Vorsicht zu genießen, denn das Schloss Bothmer entspricht in seiner Bauweise und in seinem Bauzustand nicht der Situation an unserem Gadebuscher Schloss! Die ersten Zahlen stammten bekanntlich aus dem Wertermittlungsgutachten, das als Grundlage für die Zwangsversteigerung des Schlosses (ohne Aula und die zugehörigen Außenanlagen) diente, und nicht etwa der Ermittlung der Sanierungskosten. Die dort genannten Zahlen erschienen uns bereits als nicht ausreichend und wurden gefühlsmäßig nach oben korrigiert.

Ch. Struck (Projektkoordinator)

 

06.03.2018 - Thema Schloss in der 1. Sitzung der Stadtvertreter 2018

Auf der 1. Sitzung der Stadtvertreter im Jahr 2018 wurde der Bürgermeister beauftragt und berechtigt, Gespräche mit dem Landesmusikrat und mit der Firma  "Kultursegel GmbH" (siehe hier) aufzunehmen mit dem Ziel, die Landesmusikakademie auf unseren Schlossberg zu holen. Das scheint eine gute Sache zu werden. Näheres erfahren sie hier in den "Visionen".

Weiterhin berichtete der Bürgermeister zum Schloss u.a.:

  • Die verschiedenen Planungsleistungen für die Gebäude auf dem Schlossberg wurden EU-weit ausgeschrieben. Die Bewerber kommen alle aus Deutschland. Nun werden die Bewerbungsunterlagen gesichtet und 3 - 4 Bewerber je Los aufgefordert, ein Honorarangebot abzugeben. Danach erfolgt die Einladung der Teilnehmer zu einem Projektvorstellungsgespräch.
  • Die Sicherungsmaßnahmen am Schloss selbst, wie die Dachreparatur, Sicherung der Fenster und Türen wurden durchgeführt. Der Auftrag zur Sicherung des Daches der Remise ist erteilt worden.
  • Sobald die Witterung es zulässt, wird mit den Notsicherungsmaßnahmen begonnen.
  • Äm19.02.2018 fand in den Räumen des Schlosses eine erste Beratung zur Entwicklung des Schlossareals u.a. mit Vertretern der Ministerien, des Landkreises, der Landesdenkmalbehörde und des Landesmusikrates statt. Das Gespräch diente dazu, Möglichkeiten der Förderung auf Bundes-und Landesebene zu erörtern und die weitere Vorgehensweise bei der Umsetzung des Vorhabens abzustimmen.
  • Um Bundesmittel beantragen zu können, muss die Vorplanung für das Gesamtkonzept auf dem Schlossberg und das Nutzungskonzept bis zum 31.10.2018 abgeschlossen sein. Durch die Fördermittelgeber wird auch der Nachweis der nachhaltigen Nutzung und der Kostendeckung der Bewirtschaftung gefordert.

Über unseren Förderverein wurde berichtet:

 

Nach dem Erwerb des Schlosses durch die Stadt Gadebusch hat sich der Förderverein der  Museumsanlage umbenannt, seine Satzung entsprechend geändert und neue Mitglieder geworben. So sind es zurzeit schon über 60 Mitglieder, die bei der Entwicklung des Schloss- und  Museumsarials mitwirken wollen. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, wird Spenden einwerben und der Stadt für die zweckgebundene Verwendung übergeben. Ein umfangreicher Arbeitsplan sieht monatliche Veranstaltungen vor, die als städtische Veranstaltungen durch den Verein unterstützt, gestaltet und personell abgesichert werden.

 

Februar 2018 - Status der Arbeiten am Schloss

Die Planung für die Renovierung des Schlosses wurde ausgeschrieben. Ziel ist es, die Planung im Juni zu vergeben, um im Oktober damit fertig zu sein. Denn eine Planung ist die Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können. Und solcherart Fördermittel können nur einmal im Jahr eingereicht werden und das ist jeweils der 31. Oktober.