08.09.2019 - Tag des Offenen Denkmals in Gadebusch

Wir Gadebuscher können stolz sein!

Ich begann meine Tour auf dem Schlossberg. Aber schon unten vor der Museumsanlage wurde frisches Brot aus dem Lehmofen angeboten. Super! Vor dem Schloss stand dann unser Stand mit den Kleidern, die die Interessierten sich mal spasseshalber anziehen konnten, um sich fotografieren zu lassen und um zu sehen, wie man sich in diesen Kleidern fühlt. Viele probierten es. Auch Führungen wurden angeboten, u.a. Petra Rachow erzählte den Besuchern vieles über Schloss, Aula und der Geschichte dieser Gebäude und der Stadt. Vor der Aula boten Schüler Kaffee, Kuchen usw. an, um ihre Klassenkasse aufzubessern. Solche Kooperationen finde ich Klasse. Die insgesamt ca. 600 (!) Besucher honorierten es. Hier einige BIlder:

Dann ging ich zur Stadtkirche Gadebusch. Als erstes fiel mir die neue rote Fahne mit einem neuen Logo auf. Ich fand es toll. Auch hier gab es Kaffee. Natürlich waren der Pastor Herr Schnepf dabei und Dr. Gerhard Schotte als Vorsitzender des Kirchenfördervereins. Auch unsere Kantorin und Organisatorin der vielen Konzerte in der Kirche sah ich und viele weitere Gadebuscher. Es gab gute Gespräche über die Kirche und vieles Drumherum.

Meine letzte Station war das Reinke-Haus. Für mich ist es erstmal sehr wichtig, dass die Rüstung weg ist, das der Bürgersteig wieder frei ist.

Ich kenne das Innere des Hauses noch, als Frau Martha Reinke dort wohnte. Gefreut hatte ich mich, dass das Haus einen Käufer fand, der offenbar fachlich und finanziell in der Lage ist, das Haus so zu erhalten, wie es war. Wegen der vielen Diskussionen mit dem Denkmalschutz u.a. hatte der Bau sehr lange gedauert Der Hamburger Kai Connely möchte das Wohnhaus und auch die ehemalige Tischlerei vermieten. Die Mieter stehen noch nicht fest. Ggf. möchte er auch weitere Gebäude in Gadebusch erwerben und renovieren. Wenn es der Schönheit unserer Stadt dient, warum nicht.

Zu der Besichtigung sind sehr viele auch alte Gadebuscher gekommen. Für mich war es spannend, den Ausführungen von Herrn Connely zu folgen. Er sagte, das Wesentliche sei jetzt fertig, jetzt gehe es "nur noch" um das Design der einzelnen Räume und das müsse ja mit den zukünftigen Mietern abgestimmt werden. Es ist einfach nur schön, dass hier etwas zu einem guten Ende geführt wurden. Jetzt noch einige Bilder vom Haus und dem Besuchstag. (Die SVZ berichtet hier.)

H. Meyer

Motto des "Tags des offenen Denkmals 2019"

Bauhaus Dessau, Foto: H.Meyer
Bauhaus Dessau, Foto: H.Meyer

 

Das Motto des diesjährigen Tags des Denkmals lautet:

Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur

 

Belegt ist der Begriff „modernus“ seit dem 5. Jahrhundert. Verwendet wird er dann, wenn sich das Selbstverständnis einer Epoche oder der Gesellschaft verändert und sich von Vorgängern absetzt. Ein Umbruch bricht mit tradierten Vorstellungsweisen, Techniken, Erklärungsmodellen und praktischen Umsetzungen. In jedem Umbruch steckt daher etwas Neues, Revolutionäres, Fortschrittliches – und etwas Modernes.

 

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses laden wir Sie dazu ein, den Blick auf alle revolutionären Ideen oder technischen Fortschritte über die Jahrhunderte zu richten: Gehen Sie der Frage nach, wie diese Umbrüche neue Kunst- und Baustile herbeiführten, die somit Zeitzeugnisse der jeweiligen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten darstellen. Unabhängig von Denkmalgattung, Zeit und Ort – Umbrüche sind überall zu finden. 

Aula Gadebusch, Fotos H. Meyer
Aula Gadebusch, Fotos H. Meyer

Unter diesem Aspekt passt auch der Gadebuscher Beitrag, unsere Aula auf dem Schlossberg, sehr gut zum diesjährigen Motto des Tags des Offenen Denkmals. Die Aula wurde 1964/65 gebaut in einem für damalige Zeiten doch sehr neuem Stil. Dazu kommt, dass unter Betreuung der Firma VEB Hochbau Gadebusch das Gebäude von Schülern der Gadebuscher EOS (Erweiterte Oberschule, Vorgänger des Gymnasiums in der DDR) erbaut wurde. Auch das war nicht alltäglich. Weitere Informationen finden Sie HIER.

Nicht nur deshalb: Schauen Sie sich das Gebäude an. Von 10 - 16 Uhr können sie die Aula und natürlich auch das Schloss besichtigen. Es lohnt sich.

Hier noch einige BIlder: